Unwetter - Bürgerinformationen


Es kommt jedes Jahr vor, dass Unwetter teils erhebliche Schäden anrichten. Das können Sturmschäden durch umstürzende Bäume, herabfallende Äste oder abgedeckte Dächer aber auch Wasserschäden durch starke Regenfälle sein. Dabei kommt es sowohl zu unkritischen Einsätzen,als auch zu Notfällen, die ein sofortiges Eingreifen erfordern. Dazu gehören z.B. beschädigte Hochspannungsleitungen oder Bäume, die umzustürzten drohen.

Entwurzelter Baum auf dem Trinkgut-Parkplatz in Alpen. Kyrill 2007

Für die Bürger, die davon betroffen sind, stellt diese Lage sicherlich eine Ausnahmesituation dar. Dies führt zu so manchem Problem, dass wir gerne vermeiden würden. Dazu ist jedoch Verständnis und Mitarbeit der Bürger notwendig. Dieser Artikel soll genau dazu beitragen.

Auch für die Feuerwehr ist ein solches Unwetter eine Besonderheit. Innerhalb kürzester Zeit erhalten wir durch die Kreisleitstelle oder direkt durch Mitbürger Informationen über neue Einsatzstellen. Dabei kann es dazu kommen, dass mehr als 30 Meldungen gleichzeitig vorliegen. Das führt zu einem Einsatz, der meist mehrere Stunden dauert und eine große Belastung für Mannschaft und Gerät darstellt.

Aus diesem Grund hier einige Hinweise, die allen Beteiligten in dieser Situation helfen können.

  • Ruhe Bewahren!

Bei Sturm- und Wasserschäden handelt es sich üblicherweise nicht um lebensbedrohliche Situationen.

  • Benötige ich Hilfe durch die Feuerwehr?

Die Feuerwehr ist nur für Sturmschäden zuständig, von denen eine akute Gefahr ausgeht oder die den öffentlichen Verkehrsraum betreffen. Windbruch im eigenen Garten muss durch den Eigentümer beseitigt werden. Die Feuerwehr kann und darf hier nicht helfen. Wasserschäden können (technisch und organisatorisch bedingt) erst ab einem gewissen Ausmaß durch die Feuerwehr eingedämmt werden. Wenige Zentimeter Wasser sowie die Trockenlegung der Wohnung können nicht durchgeführt werden. Das muss selbst gemacht werden und ggfs. ein Unternehmer beauftragt werden.

  • Ja, ich brauche die Hilfe der Feuerwehr!

Beachten Sie, dass sie vermutlich nicht der Einzige sind, der jetzt den Notruf 112 wählt. Dieser Notruf läuft in der Kreisleitstelle Wesel auf, die die Disposition und Alarmierung für Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz im gesamten Kreis Wesel (!) übernimmt. Bei einer Unwetterlage kann es somit zu Wartezeiten kommen, bis der Notruf bearbeitet wird. Somit sollte nur in wirklich dringenden Fällen dieser Notruf gewählt werden.
Bei länger andauernden Einsätzen wird das Feuerwehrgerätehaus Alpen besetzt, welches unter 02802/1388 erreichbar ist. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Notrufnummer. In dringenden Fällen gilt weiterhin: Notruf 112

  • Endlich ist die Feuerwehr da.

Vor Ort wird seitens der Feuerwehr erst einmal überprüft ob und wie sie tätig werden kann. Oftmals fällt die Entscheidung negativ aus, sodass die Einsatzkräfte wieder abrücken. In der Vergangenheit hat dies bei einigen Mitbürgern Unverständnis und teils aggressive Reaktionen hervorgerufen. Hier müssen wir an die Vernunft der Bürger appellieren und um Verständnis bitten, dass nicht jede Lage ein Eingreifen der Feuerwehr erfordert.

Drehleiter im Sturmeinsatz Kyrill 2007

Die Feuerwehr Alpen wünscht allen Mitbürgern, dass Sie von solchen Problemen verschont bleiben. Wir hoffen, dass dieser Beitrag ein wenig zum Verständnis für die Situation beiträgt und den ein oder anderen nützlichen Hinweis enthält.

Falls Sie fragen dazu haben, wenden Sie sich an uns.